Dienstag, den 20. September 2011 um 13:33 Uhr

Ein Projekt macht Schule

 

Stiftung fördert Türkisch-Islamische Gemeinde Espelkamp mit 1.500 Euro

 

Jeden Wochentag zwischen 16.30 Uhr und 18.15 Uhr wird an der Neißer Straße in Espelkamp besonders fleißig gebüffelt. In den Räumen der Türkisch-Islamischen Gemeinde läuft ein Nachhilfeprojekt: seit November 2010 und mit beachtlichen Auswirkungen. „Bis jetzt haben wir sehr gute Erfolge erzielt. Die Hälfte teilnehmenden Schüler hat sich um ein bis zwei Noten verbessert", berichtet Ebru Akay, die stellvertretende Projektleiterin.

 

 

Der Gemeinde geht es nicht einfach „nur" um die Hausaufgabenbetreuung bei Kindern und Jugendlichen. „Wir vermitteln zum Beispiel, wie man Lernen lernt. Auch Motivationstraining, die Vorbereitung von Klassenarbeiten und die Schulung von Lehrern spielen eine Rolle", sagt Ebru Akay weiter. Mit zehn Kindern gestartet, sind es jetzt gut und gerne 30 Dritt- bis Zehntklässler, die die Unterstützung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik regelmäßig in Anspruch nehmen.

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Ziehen an einem Strang (stehend von links): die stellvertretende Projektleiterin Ebru Akay, Andreas Schwarze (Vorstand „Von Menschen für Menschen unserer Region"), Henning Vieker (Kuratorium „Von Menschen für Menschen unserer Region"), Hasan Aksu (Vorsitzender der Türkisch-Islamischen Gemeinde), Yilmaz Gükceltik (Türkisch-Islamische Gemeinde) sowie Teilnehmer und Lehrerinnen des Projektes.

 

„Uns überzeugt der Ansatz dieses Projekts, dass junge Leute füreinander Verantwortung übernehmen und dass es nicht auf schnelle Effekte abzielt. Deshalb unterstützen wir es gerne als Förderer", sagte Andreas Schwarze, Vorstandsmitglied der Stiftung „Von Menschen für Menschen unserer Region" der Volksbank Lübbecker Land. Im Namen der Stiftung überreichte er in Espelkamp offiziell eine Spende von 1.500 Euro an die Türkisch-Islamische Gemeinde.

 

 

Elft- bis Dreizehntklässler und Studenten, die allesamt qualifiziert wurden, leiten die Kinder und Jugendlichen an. Die Reaktionen auf das Angebot fielen in den Familien sehr positiv aus. Weitere Nachhilfelehrer sind gewünscht, ebenso sind Mädchen und Jungen ohne Migrationshintergrund angesprochen, sich durch das Projekt helfen zu lassen. Überdies will die stellvertretende Projektleiterin Ebru Akay Kontakt zu den örtlichen Schulen aufnehmen, die Botschaft soll sein: Hier entsteht keine Konkurrenz.

 
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